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Storytelling

16.02.2021

Storytelling - ‘Geschichten erzählen’ für Ihr Recruiting

SchnelleStelle.de berät Sie jederzeit gern rund um das Thema Recruitingvorhaben. Ein Tipp, den wir dabei unseren Kunden stets mit auf den Weg geben, ist, die Vorzüge des Unternehmens richtig zu präsentieren. Beispielsweise mittels Storytelling, welches wir Ihnen im folgenden Beitrag näher vorstellen möchten.


Was ist Storytelling?

Wer sich in der Welt des Marketings aufhält, ist zwangsläufig schon einmal über den Begriff “Storytelling” gestolpert. Wortwörtlich übersetzt bedeutet er nichts anderes als “Geschichten erzählen” - allerdings handelt es sich hier keinesfalls um einfache Gute-Nacht-Geschichten, die vor dem zu Bett gehen vorgelesen werden.

Jeder Mensch erzählt Geschichten. Geschichten von der Arbeit, von der Familie und Freunden, von Urlaubsreisen usw. Bereits die Steinzeitmenschen erzählten sich Geschichten durch ihre Höhlenmalereien. Wieso wir das tun? Um unser Wissen weiterzugeben, Beweggründe mitzuteilen oder um vor Gefahren zu warnen. Man könnte nun argumentieren, dass sich diese Informationen auch durch bloße Kommunikation von Zahlen, Daten und Fakten verbreiten lassen. Ein Blick in das menschliche Gehirn zeigt jedoch, wieso das Geschichten erzählen so viel bedeutsamer ist.

Wieso sprechen uns Geschichten so viel besser an als Zahlen, Daten und Fakten?

Die Neurowissenschaft liefert uns die Antwort. Durch reine Zahlen, Daten und Fakten werden lediglich zwei Areale des menschlichen Gehirns angesprochen und zwar die für “Sprache verstehen” und “Sprache verarbeiten”. Insgesamt gibt es aber nicht nur diese zwei Bereiche, es gibt ganze 7 in unserem Gehirn. Beim Storytelling können ebenfalls die Areale “Hören”, “Farben und Formen”, “Emotion”, “Sensorik” sowie “Bewegen” angesprochen werden.

Somit werden pure Fakten plötzlich erlebbar, sie lösen Emotionen in uns aus und wir können uns damit identifizieren. Je mehr Sinne angesprochen werden, je mehr Gefühle werden ausgelöst und desto intensiver ist das Erleben. Kurz gefasst: Wir prägen uns die Fakten besser und länger ein.

Ein perfektes Beispiel hierfür ist die Geschichte vom Sieg über Troja. An wie viele Kriege der Antike können Sie sich aus dem Geschichtsunterricht noch erinnern? Vermutlich lautet die Antwort an nur diesen einen. Denn die Geschichte vom trojanischen Pferd bleibt viel besser im Gedächtnis hängen als bloße Jahreszahlen und irgendwelche Namen von mächtigen Feldherren. Das trojanische Pferd hat Ihre Sinne angesprochen und deshalb werden Sie es nie wieder vergessen!

Storytelling im Recruiting

Noch nicht überzeugt vom Storytelling? Dann testen Sie sich einmal selbst - Welcher Text in einer Stellenanzeige würde Sie mehr ansprechen:

A) Bei uns profitieren Sie von flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice.

B) Sie haben mit Kinderbetreuung, Haushaltsführung, der Pflege eines Angehörigen usw. bereits genug zu schultern? Das sehen wir auch so! Daher sind Homeoffice und flexible Arbeitszeiten bei uns schon lange Zeit selbstverständlich. Als Familienunternehmen in 3. Generation, steht auch für uns die Familie an erster Stelle.

Die Entscheidung welcher Anzeigentext mehr anspricht, dürfte leicht fallen. Bei Bewerbern werden Emotionen erzeugt, sie fühlen sich angesprochen und verstanden. Die gebrachten Beispiele sind außerdem für Bewerber greifbar und visualisieren den Mehrwert der genannten Benefits. Nicht Ihr Unternehmen steht an erster Stelle, sondern die Person des Bewerbers. Der letzte Satz unterstützt weiterhin die Identifizierung mit dem Unternehmen - aus einem x-beliebigen Arbeitgeber werden plötzlich reale Personen, die mit ähnlichen Herausforderungen im Familienalltag zu kämpfen haben.

4 Tipps zum Nachmachen

Das klingt alles ganz einleuchtend, aber wie soll man dieses Wissen ins Recruiting einbauen? Wir haben einige Tipps für Sie kurz zusammengefasst:

Richtige Kanäle auswählen

Ein wesentlicher Vorteil vom Storytelling ist die Übertragbarkeit auf alle denkbaren Kanäle. Denn egal für welchen Weg Sie sich entscheiden, überall können Sie Ihre Arbeitgebermarke präsentieren.

Ihre Auswahl sollte sich nach der Zielgruppe und der Positionierung des Unternehmens richten. Nehmen wir an, Sie möchten für sich als Ausbildungsbetrieb werben. Ihre Story wäre zum Beispiel die vom perspektivlosen Azubi, dem in Ihrem Unternehmen zahlreiche neue Möglichkeiten eröffnet werden. Wo würden Sie diese Geschichte vermarkten wollen? Wohl eher nicht in der städtischen Tageszeitung in Form einer Printanzeige. Nein, Sie würden sicher Online-Kanäle wählen. Trotz der Vielfalt an Möglichkeiten, die es hier gibt, bildet Ihre Karriereseite mit den Stellenanzeigen die Basis. Wie im Beispiel weiter oben können Sie bereits in der Jobbeschreibung eine Geschichte erzählen. Oder Sie nutzen Erfahrungsberichte Ihrer Kollegen, die erzählen wieso Ihnen die Arbeit in Ihrer Firma so gefällt oder wie Sie auf die Stelle aufmerksam wurden. Stellen Sie sich eine alleinerziehende Mutter vor, die von Ihrem Problemen bei der Jobsuche erzählt, da sie nur in Teilzeit und zu bestimmten Uhrzeiten arbeiten kann - und Ihr Unternehmen konnte ihr endlich eine Chance bieten, Familie und Beruf zu vereinbaren. Das lässt niemanden kalt, Sie erzeugen Emotionen bei den Betrachtern und Ihr Unternehmen wird positiv im Kopf bleiben.

Nicht zu vergessen sind natürlich die sozialen Medien, sowohl auf Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok und wie sie alle heißen, können Sie Ihre Geschichte erzählen. Auch YouTube gehört zu den Must-Haves - ein Video spricht nochmal anders an als ein einfacher, wenn auch gut geschriebener, Text. Wie sieht es außerdem mit den Karrierenetzwerken aus? Wenn Ihre Zielgruppe auf Xing und LinkedIn aktiv ist, dann sollten Sie auch hier Ihre Stories platzieren. Abhängig von Ihrem Geschäftsmodell und Ihren Portfolio können auch Podcasts, Newsletter und Blogs genutzt werden.

Emotionen nutzen

Denken Sie nicht an die bloße Leistung, die Sie den Mitarbeitern bieten, sondern an die Gründe, warum diese attraktiv sind:

  • Flexible Arbeitszeiten bedeuten Familie und Eigenbestimmung
  • Angenehme Arbeitsatmosphäre bedeutet offene Kommunikation und respektvoller sowie freundschaftlicher Umgang, ungeachtet der hierarischen Stellung
  • Kostenfreie Getränke bedeuten ein Pläuschen mit den Kollegen zwischendurch
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement bedeutet Ausgeglichenheit, Abschalten zwischendurch und langfristige Gesundheitsvorsorge

Bei der Wahrheit bleiben

Es geht nicht darum, eine fiktive, überaus dramatische Geschichte zu erzählen, bei welcher der Held erst durch den Atlantik schwimmen muss, zu Fuß die Alpen überquert und schließlich in Ihrem Unternehmen ein warmes Plätzchen findet. Nein, es muss schon realistisch bleiben, denn nur so können sich Jobsuchende wirklich mit den Protagonisten identifizieren. Es dürfen ganz alltägliche Wünsche und Bedürfnisse sein, die Ihre Geschichte anspricht.

Haben Sie außerdem keine Angst davor Schwächen zu zeigen - Friede, Freude, Eierkuchen gibt es nicht immer und rund um die Uhr. Der Lerneffekt, den Ihr Unternehmen vielleicht durchlaufen hat, kann mehr Emotionen erzeugen als angebliche Perfektion.

Die Mitarbeiter stehen im Mittelpunkt

Vergessen Sie auf keinen Fall, dass Ihre Mitarbeiter bzw. Bewerber im Mittelpunkt der Geschichte stehen sollten, nicht Ihr Unternehmen. Niemand möchte bloße Lobeshymnen auf ein Unternehmen hören. Wie würden Sie es finden, wenn Arbeitgeber sich durchweg als “so toll”, “so rücksichtsvoll” und außerdem “so makellos” bezeichnen würden - wenn auch durch die Blume gesagt? Nein, der Mensch ist der Dreh- und Angelpunkt: seine Probleme, Ängste und Träume. Nur auf diese Weise sprechen Sie Gefühle an und bleiben im Kopf Ihrer Zielgruppe.

Haben Sie schon einmal über das Storytelling nachgedacht? Bei schnelleStelle.de haben Sie die Möglichkeit Ihr individuelles Image- oder Recruiting-Video erstellen zu lassen. Aber auch bei der Platzierung Ihrer Story in den sozialen Medien und Business-Netzwerken (Social Recruiting) sind wir Ihr bester Ansprechpartner.

Erzählen Sie Ihre Geschichte professionell und packend mit schnelleStelle.de! Kommen Sie einfach auf uns zu, wir beraten Sie gern.


Hinweis: Allein aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen im Beitrag verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für beide Geschlechter.

Quellen:
A.Thierfeld & J.Westerholt, 2020. 7 Storytelling Beispiele für kleine Unternehmen (die du bestimmt noch nicht kennst) - URL: https://marketingcafe.de/storytelling-beispiele-fuer-unternehmen/#top

D.Heller, 2020. Storytelling: Was ist das & warum ist es so wichtig? - URL: https://business.trustedshops.de/blog/storytelling-erklaert-beispiele/

J. Aaker, 2016. Studie der Stanford Universität. Wissenschaft des Geschichtenerzählens: Uri Hasson, Neurowissenschaftler der Universität Princeton.
Monster, 2020. E-Book, Storytelling - Wer erzählt, gewinnt!

Franziska Ladicke

Franziska Ladicke

Personalmarketing & Recruiting

Telefon +49(0) 341-25 66 98 28
Fax +49(0) 341-25 66 98 30
E-Mail franziska.ladicke@schnellestelle.de

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