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Betriebliche Weiterbildung

15.02.2022

Betriebliche Weiterbildung

Es kann für Unternehmen von großem Vorteil sein, Mitarbeitenden jeder Altersklasse gezielt die Möglichkeit für Weiterbildungen zu geben. Beschäftigte können somit neue Kompetenzen sowie Fähigkeiten entwickeln und damit zu einem nachhaltigen Erfolg des Unternehmens beitragen. Arbeitgeber/-innen sollten die Bedeutung von betrieblichen Weiterbildungen kennen und diese in ihre Unternehmenskultur implementieren.


Worum handelt es sich bei der betrieblichen Weiterbildung?

Weiterbildungen gehören zum inhaltlichen Bereich der Personalentwicklung. Die betriebliche Weiterbildung ist eine spezielle Form der beruflichen Weiterbildung und ermöglicht eine Weiterqualifizierung, die einen Bezug zum Beruf hat. Sie beinhaltet sämtliche von Arbeitgeber/-innen initiierte Maßnahmen der Weiterbildung und kann unter anderen in Form von internen Schulungen im Unternehmen absolviert werden oder über E-Learning-Angebote stattfinden. Externe Seminare und Workshops sind weitere mögliche Formen der Umsetzung. Betriebliche Weiterbildungen können in der Arbeitszeit oder der Freizeit durchgeführt werden. Die Finanzierung übernimmt dabei oft der Arbeitgeber. Geregelt werden betriebliche Weiterbildungen häufig durch den Betriebsrat in der Betriebsvereinbarung.

Was sind potentielle Vorteile der betrieblichen Weiterbildung?

Wie Weiterbildungen jeglicher Art, dient auch die betriebliche Weiterbildung der Entwicklung von Beschäftigten. Diese können dadurch weitere Kompetenzen und Fähigkeiten erlernen. Besonders Geringqualifizierte können stark von Weiterbildungen profitieren. Durch die Globalisierung, die Digitalisierung und eine schnell fortschreitende technische Entwicklung stehen Unternehmen im Wettbewerb noch stärker unter Druck. Häufig brauchen sie vor allem deswegen gut qualifizierte Mitarbeiter/-innen, um am Markt bestehen zu können. Weiterbildungen sind eine gute Methode, um Weiterqualifizierungen der Beschäftigten zu erreichen. Dadurch können sich Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil aufbauen und ihre wirtschaftliche Existenz sichern.

Doch Weiterbildungen können vor allem auch im Interesse der Mitarbeiter/-innen sein. So zeigt eine Studie von Amazon Web Services (AWS) aus dem Jahr 2021, dass die Mehrheit der Berufstätigen in Deutschland glaubt, sie verfüge nicht über ausreichende technische Kompetenzen zur Bewältigung zukünftiger digitaler Anforderungen im Job. Durch Weiterbildungen können Beschäftigte neues Wissen sammeln, um sich persönlich besser für die Zukunft zu rüsten. Neben dem Aspekt der Personalentwicklung können besonders betriebliche Weiterbildungen einen Beteiligungsprozess für Mitarbeiter/-innen im Unternehmen darstellen. Sie ermöglichen Unternehmen Beschäftigte aktiv einzubinden, indem sie diese an der Organisation der Weiterbildung partizipieren lassen. Unternehmen können dabei ganz gezielt auf Bedürfnisse der Beschäftigten eingehen. Das kann auch die Mitarbeiterbindung zum Unternehmen stärken.

Ein weiterer Vorteil von Weiterbildungen und damit verbundenen Weiterqualifizierungen ist, dass offene Stellen im Unternehmen so mit bereits angestellten Mitarbeiter/-innen besetzt werden können. Auf die Einstellung von qualifizierten externen Mitarbeiter/-innen kann dann eventuell verzichtet werden. Unternehmen können somit Geld und Zeit sparen, da die Schulung von aktuellen Beschäftigten, die auch bereits mit dem Unternehmen vertraut sind, günstiger ist, als neue Mitarbeiter/-innen einzustellen bzw. die Stellenanzeige auf den verschiedenen Jobbörsen- und portalen zu veröffentlichen. Auch kann es dazu führen, dass die Beschäftigten sich dadurch mehr wertgeschätzt fühlen. Insgesamt sollten Unternehmen deshalb Weiterbildungen eine hohe Priorität einräumen.

Wie kann die Umsetzung der betrieblichen Weiterbildung gefördert werden?

Wenn Arbeitgeber/-innen betriebliche Weiterbildungen umsetzen wollen, sollten sie eine Kultur des kontinuierlichen Lernens etablieren und fördern. Das Ziel sollte dabei sein, dass die Beschäftigten motiviert werden sich weiterzuentwickeln. Es sollte ein entsprechendes Umfeld geschaffen werden, welches den Beschäftigten auch die Zeit und Möglichkeit dafür gibt. Die, durch die Lernkultur vermittelte, positive Einstellung zum Lernen sowie die Wertschätzung für dieses sollte von allen Beteiligten im Unternehmen getragen werden. Die Verantwortlichen sollten dabei als Vorbilder dienen. Aber auch die Erwartung, dass Mitarbeiter lernen, sollte von den Führungskräften diesen gegenüber vermittelt werden. Außerdem sollten Führungskräfte dafür sorgen, dass die Mitarbeiter/-innen selbstbewusst neue Aufgaben und Verantwortlichkeiten übernehmen. Ein Austausch zwischen Unternehmen und Beschäftigten über Interessen, Ziele und Fortschritte bezüglich der Weiterqualifizierung ist dabei sehr wichtig.

Auch Führungskräfte können ihre eigenen Fortschritte bei der Weiterbildung den Beschäftigten mitteilen. Zu beachten ist das Risiko, welches entsteht, wenn Mitarbeiter/-innen neue Fähigkeiten und Kompetenzen erlernen. So besteht die Chance, dass diese anschließend die Abteilung oder das Unternehmen verlassen, um einen neuen Schritt in der beruflichen Laufbahn zu gehen. Dieses Risiko ist grundsätzlich nicht auszuschließen. Jedoch kann der Mehrwert durch die weitergebildeten Mitarbeiter/-innen, welche dem Unternehmen erhalten bleiben so hoch sein, dass dieser das dieses Risiko überwiegt. Weitergebildete Beschäftigte bringen wahrscheinlich wichtige Erfahrungen mit und können höhere Leistungen erbringen. Die Weiterentwicklung der Beschäftigten kann dadurch maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beitragen.

Dennoch sollten Arbeitgeber/-innen, die ihre Mitarbeiter/-innen weiterbilden wollen, auf die Mitarbeiterbindung achten und diese fördern. Orientieren können sich die Verantwortlichen dabei z. B. an dem Mitarbeiterloyalitätsindex. Auch müssen nicht alle Beschäftigten zur selben Zeit weitergebildet bzw. umgeschult werden. Arbeitgeber/-innen sollten kritische Aufgaben diesbezüglich prioritär behandeln. Weiterbildungen sollten außerdem nicht als einmalige Aktion, sondern als langfristiges sowie regelmäßiges Mittel verstanden werden und nicht nur inhaltlich sondern auch finanziell geplant werden. Dafür können Weiterbildungsbudgets entwickelt und bereitgestellt werden.

Resümee:

Weiterbildungen, speziell betriebliche Weiterbildungen sollten ein Thema mit hoher Priorität in Unternehmen sein. Sie stellen eine Möglichkeit dar, Mitarbeitende berufsbezogen zu schulen und damit das Unternehmen besser für die Zukunft aufzustellen. Sie können zu einer zufriedenstellenden Mitarbeitererfahrung und einem nachhaltigen Erfolg des Unternehmens beitragen.

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Quellen:
alphabeta GmbH (Hrsg.), 2021. Kompetenzen aufbauen für den Arbeitsplatz der Zukunft. AWS global digital skills study - URL: https://assets.aboutamazon.com/2a/2b/2cec31bd43c4a1e87907d7efa2cb/211112-aws-german-fa-onscn.pdf

Schmidt, Henri, 2022. Weiterbildung: Wie Arbeitskräfte mit der Firma wachsen - URL: https://www.hrjournal.de/weiterbildung-wie-arbeitskraefte-mit-der-firma-wachsen/

Papershift GmbH (Hrsg.), o. J. Betriebliche Weiterbildung - URL: https://www.papershift.com/lexikon/betriebliche-weiterbildung

Derik Rohr

Abteilung Marketing

Telefon +49(0) 341-25 66 98 21
Fax +49(0) 341-25 66 98 30
E-Mail derik.rohr@schnellestelle.de

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